Tierarztpraxis Lindenthal
Am Alten Flugfeld 6
04158 Leipzig
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Otitis externa

Entzündung des äußeren Gehörgangs


Die Otitis externa ist eine Erkrankung, die bei Hunden und Katzen relativ häufig vorkommt. Hinweise auf eine Otitis externa sind häufiges Kopfschütteln, Kratzen an den Ohren und ein unangenehmer Geruch aus den Ohren. Bei dem betroffenen Tier ist die Ohrmuschel bzw. der Gehörgang gerötet und geschwollen. Dadurch kann für das Tier das bloße Berühren des Ohres extrem schmerzhaft sein.  
                         
Die Ursachen der Otitis externa können sehr vielfältig sein. Man unterscheidet zwischen primären (direkten) und sekundären (indirekten) Ursachen sowie prädisponierenden Ursachen (durch Veranlagung).


Primäre Ursachen:

-    Parasiten (Ohrmilben, Zecken)
-    Fremdkörper (Grannen)
-    Allergien
-    Innere Erkrankungen (Unterfunktion der Schilddrüse)
-    Autoimmunerkrankungen
-    Tumore, Polypen
 
Sekundäre Ursachen:
-    Bakterien
-    Hefepilze

Prädisponierende Ursachen:
-    Hängeohren
-    langer, enger Gehörgang
-    starke Behaarung im Ohr
-    hohe Feuchtigkeit (durch häufiges Schwimmen)

Um eine erfolgreiche Therapie einzuleiten, muss eine gründliche Ohrenuntersuchung durchgeführt werden. Diese erfolgt zunächst mit einem sogenannten Otoskop. Dabei werden sowohl Gehörgang als auch Trommelfell beurteilt. Um herauszufinden, welche Keime sich im Gehörgang befinden, ist es erforderlich, Abstriche aus dem Ohr zu nehmen. Diese Abstriche werden dann angefärbt und unter dem Mikroskop beurteilt. Bei chronischen Ohrenentzündung ist es nicht immer möglich, den Gehörgang gleich gründlich zu untersuchen. Hier ist es oft erforderlich, die Ohren mit einem speziellen Ohrspülgerät zuerst zu spülen. Da dies in der Regel für das Tier sehr schmerzhaft ist, ist dafür eine Narkose nötig.

Sollte es sich um eine mikrobielle Infektion handeln, werden Antibiotika bzw. entsprechende Medikamente gegen Hefepilze eingesetzt. Bei wiederkehrenden Infektionen ist es erforderlich, eine bakteriologische Untersuchung durchzuführen, da hier möglicherweise eine Antibiotikaresistenz vorliegt. Wie die Behandlung zu Hause (Reinigung, Ohrentropfen) durchzuführen ist, wird Ihnen von Ihrem Tierarzt erklärt.